Hans-Heinrich Ehlen

Mitglied des Niedersächsischen Landtags

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Sonntagsjournal der Zevener Zeitung vom 13.12.2015

Gastkommentar: Optimistisch trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2015 neigt sich langsam dem Ende zu und auch wir Christdemokraten analysieren die Ereignisse der vergangenen Monate und schauen bereits auf das kommende Jahr. Rückblickend war 2015 geprägt von großen Herausforderungen an unsere Gesellschaft und an jeden persönlich.
Viele Konflikte, Krisen und Kriege bestimmen seit Monaten die internationale Politik. Unser Land mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble musste voran gehen bei der Abwendung der Staatspleite in Griechenland. Der Volkswagen-Konzern, und weltweit größter Automobilhersteller,  geriet durch den Abgas-Skandal in die Negativschlagzeilen. Die Kriegswirren in Nahost und Terroranschläge wie in Frankreich und an vielen Orten weltweit verunsichern uns, und Deutschland und Europa haben mit dem tagtäglich unverminderten Flüchtlingsandrang eine unglaublich schwierige Aufgabe zu bewältigen.
Da ist es wichtig, dass wir als CDU klare Linien vorgeben und auch vor Ort bei der Lösung der Problemstellungen vorangehen. Gemeint sind aber nicht nur die Herausforderungen der großen Weltpolitik, sondern ebenso die, die vor der eigenen Haustür von den Menschen gemeistert werden müssen.
Unter dem beruflichen Aspekt betrachtet, trifft dies auf viele Branchen zu. Als Landtagsabgeordneter und  Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft,  Verbraucherschutz und Landesentwicklung  nenne ich an dieser Stelle der Strukturwandel in der Landwirtschaft als Beispiel. Dass sich dieser Berufsstand in einem gravierenden Umbruch befindet, bemerken – zumindest auf dem Land – selbst die Menschen, die nicht vom Hof kommen.
Derzeit sind die Rahmenbedinungen für Landwirte schwierig: Die Preise für Milch und Fleisch sind nach einem Hoch teils stark gefallen. Ein Grund sind die wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Importverbots im Zuge der Ukraine-Krise auf europäische Lebensmittel, die weiterhin groß sind. Besonders die Schweine- und Milchviehhalter leiden unter dem Embargo. Gleichzeitig sind die Pachtpreise für Ackerflächen gestiegen und die Nachfrage nach Landmaschinen gesunken. Hinzu kommen gesellschaftliche Diskussionen wie über die Tierhaltung oder die Belastung von Böden und Grundwasser mit Nährstoffen. Seit dem 1. Januar 2015 sind,  in Folge der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)-Reform, eine Reihe von Veränderungen in Kraft getreten. Basisprämie, „Greening“-Prämie für konkrete Umweltleistungen sowie Prämien für Junglandwirte, mittlere Betriebe und Kleinerzeuger lauten einige Schlagworte. Eine weitere Veränderung ist, dass seit dem 1. April 2015 die Milchquote nicht mehr als Mengenbeschränkung gilt.
Die Probleme wirken sich weltweit auch auf die Nachfrage nach Landmaschinen aus. Die vielen Krisenherde dieser Welt oder auch die nachlassende Dynamik in China trüben die Kauflaune der Kunden des Maschinenbaus.  Dennoch bezeichnen Experten das Investitionsklima unter den Landwirten als grundsätzlich gut. Das bestätigte auch die Landtechnik-Leitmesse Agritechnica. Erst vor zwei Wochen informierten sich 450.000 Besucher in Hannover, wo 2900 Aussteller aus 52 Ländern ihre Neuheiten zeigten.
Auch wenn die Bereitschaft zu investieren derzeit aufgrund der anhaltend schlechten Erzeugerpreise noch recht verhalten ist und die Landwirtschaft unter der ideologisch geprägten „Grünen Agrarpolitik“, die sich mehr nach hinten als nach vorne orientiert, leidet: In die Zukunft geschaut, ist die Stimmung dennoch gut und der Ausblick für die Agrarmärkte aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung positiv. Zudem zählt das Qualitätssiegel „Made in Germany“ auch in der Ernährungsindustrie. Deutsche Lebensmittel sind ein Exportschlager und genießen weltweit einen sehr guten Ruf.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest und verbleibe mit den besten Grüßen 

Ihr Heiner Ehlen



Hans-Heinrich Ehlen

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