Hans-Heinrich Ehlen

Mitglied des Niedersächsischen Landtags

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Pressemitteilung vom 31.03.2015 + Wümme-Zeitung vom 02.04.2015

Blühstreifen: Kritik an Landesregierung

Ehlen: Vorgaben zum diesjährigen Blühstreifenprogramm völlig praxisfremd – weiteres verlorenes Jahr für Schutz der Artenvielfalt in Niedersachsen droht

Hannover/Kalbe. Der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Heinrich Ehlen kritisiert die diesjährigen Vorgaben des Niedersächsischen Agrarministeriums zur Anlage so genannter Blühstreifen als „vollkommen praxisfremd". So muss laut Ministerium die Aussaat bis zum 1. April erfolgen, wenn die Landwirte die Flächen als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) geltend machen wollen. „Eine völlig unsinnige Vorgabe, die eindeutig zu Lasten der Blühpflanzenlandschaft in Niedersachsen geht", sagt Ehlen.
„Viele Sämereien, die für Blühstreifen und -flächen genutzt werden, sind extrem frostempfindlich - schon leichter Frost, der durchaus bis in den Mai hinein möglich ist, genügt, um eine komplette Ansaat zunichte zu machen." Eine Neuansaat sei dann nicht mehr möglich. Die Folge: Die Flächen können den ihnen zugedachten Zweck als Insekten- und Bienenweide nicht erfüllen und liegen ein Jahr lang brach. Ehlen befürchtet, dass sich Landwirte deshalb in diesem Jahr vor der Teilnahme am Blühstreifenprogramm zurückziehen könnten. 
„Auch im Landkreis Rotenburg engagieren sich viele Landwirte für die Pflanzen und Tiere, denen  die Blühstreifen als wichtiger Lebensraum dienen. Sobald die Felder bestellt sind, erbringen die Besitzer diese freiwillige Leistung gerne und finanzieren sie oft aus eigener Tasche“, merkt der CDU-Politiker aus Kalbe an.  Er fordert Agrarminister Meyer deshalb auf, die Vorgaben für das Blühstreifenprogramm der landwirtschaftlichen Praxis anzupassen. „Wenn der Landwirtschaftsminister an diesem handwerklichen Unsinn festhält, droht ein weiteres verlorenes Jahr für den Schutz der Artenvielfalt in Niedersachsen", so Ehlen.  Eine Anfrage an die Landesregierung zu diesem Thema sei bereits in der Vorbereitung. „Noch hat der Minister die Gelegenheit. den Fehler zu korrigieren - zu lange Zeit sollte er sich allerdings nicht mehr lassen, damit die Aussaat rechtzeitig erfolgen kann", betont Ehlen. „Denn so weit, dass der Landwirtschaftsminister die Naturgesetze außer Kraft setzen kann, sind wir glücklicherweise noch nicht."

 

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