Hans-Heinrich Ehlen

Mitglied des Niedersächsischen Landtags

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Zevener Zeitung vom 09.03.2015

Nachhaltige Landwirtschaft oberstes Ziel

CDU-Sprecher stellt in Zeven Positionspapier zur Agrarpolitik vor – Verschiedene Interessen vereint

ZEVEN. Wie die CDU die Zukunft der niedersächsischen Landwirtschaft sieht, hat die Landtagsfraktion in einem Positionspapier zusammengefasst, dass jetzt in Zeven der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der agrarpolitische Sprecher der Fraktion im Landtag, Helmut Dammann-Tamke, erläuterte die einzelnen Eckpunkte und stellte sie zur Diskussion.
Der Arbeitskreis, der Anfang 2014 mit der Ausarbeitung beauftragt worden war, sei eine sehr homogene Gruppe gewesen, so Dammann-Tamke. Unter anderem eine Verbrauchervertreterin, der Präsident und ein Ethiker der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, Vertreter von Landvolk und Landjugend, ein Landesbischof und auch NABU-Vorstandsmitglied Uwe Baumert seien dabei gewesen.
„Es wurde zum Teil kontrovers, aber immer sehr konstruktiv zusammengearbeitet.“ In einer unabhängigen und ergebnisoffenen Diskussion wurde ein Leitbild erarbeitet, das die verschiedenen Interessen von Konsumenten und Landwirten konstruktiv zusammenführt, einen Beitrag zum Dialog leistet und praktikable Lösungsansätze entwickelt, fasste der CDU-Sprecher zusammen.
Die Kernziele für eine künftige niedersächsische Agrarpolitik sind in neun Punkten zusammengefasst. Ganz oben auf der Liste steht Nachhaltigkeit, durch die künftige Generationen in heutige Zielsetzungen einbezogen werden sollen. Des Weiteren wird eine Verbesserung von Wasserschutz und ein transparenteres Nährstoffmanagement angestrebt, außerdem soll möglichen Konflikten unterschiedlicher Landnutzungen vorausschauend begegnet werden. „Das beinhaltet zum Beispiel den Anspruch auf Fläche zum Ausgleich“, verdeutlichte Dammann-Tamke.
Bestehende Tierschutzstandards müssen überprüft und gegebenenfalls fundiert und praxisnah weiterentwickelt werden. Ein weiterer Punkt sieht vor, den Handel stärker in die Verantwortung zu nehmen. Dammann-Tanke nannte in diesem Zusammenhang die „Initiative Tierwohl“, für die seit dem 1. Januar dieses Jahres für jedes verkaufte Kilo Fleisch und Wurst vier Cent in einen Tierwohlfonds eingezahlt werden. Für so genannte Schwarze Schafe in der Land- und Ernährungswirtschaft sollen verbindliche Regelungen durchgesetzt werden. Zudem müsse dem falschen Bild der Landwirtschaft entgegengewirkt werden, so der Gast.
Ein weiteres Ziel ist die Förderung von Familienbetrieben und die Erhaltung dörflicher Kultur. „Und wir wollen der Lebensmittelverschwendung mit Blick auf die globale Verantwortung entgegenwirken“, nannte der Christdemokrat als letzten Punkt. (he)


Mechthild Ross-Luttmann, stellvertretende Vorsitzende des CDUKreisverbandes Rotenburg, leitete die anschließende Diskussionsrunde. (Fotos Hennings)


Helmut Dammann-Tamke, agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag erläuterte in Zeven vor rund 20 Interessierten Eckpunkte des Positionspapiers.

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