Hans-Heinrich Ehlen

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Bremervörder Zeitung vom 23.10.2017

Spannende elf Jahre

Bilanz im Selsinger Norden: Freude über gelungene Verbund-Dorferneuerung

Von Tatjana Behrens

MALSTEDT. Eine ausgesprochen zufriedene Stimmung war am Freitagabend bei der Abschlussveranstaltung der Verbunddorferneuerung der Selsinger Nordgemeinden spürbar. Eingeladen hatte Samtgemeinde- Bürgermeister Gerhard Kahrs im Auftrag der fünf nördlichen Mitgliedsgemeinden Anderlingen, Deinstedt, Farven, Sandbostel und Selsingen, die letztlich die „Nutznießer“ dieser, seit 2006 kontinuierlich fortlaufenden, Förderung der Dorferneuerung waren.

„Wir können in diesem Zusammenhang auf elf, sehr erfolgreiche Jahre, zurückblicken“, so Gerhard Kahrs. Zu nennen seien da so erfolgreiche Projekte wie zum Beispiel die „Alte Schmiede“ in Malstedt, der „Spiel- und Wasserpark“ in Farven oder auch die „Steinerlebnisroute“ in Anderlingen. „Alles Projekte, neben einigen anderen, die maßgeblich zu der Neugestaltung und vor allen Dingen Aufwertung der Dörfer und der Lebensqualität beigetragen haben“, so Kahrs. Sein besonderer Dank galt nicht nur den Planern und Gestaltern, sondern insbesondere den vielen Aktiven in den Dorfgemeinschaften, die tatkräftig angepackt hätten. „Ohne Euch wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, hier so herausragende und wirklich ortsprägende Projekte zu verwirklichen“! Auch Heiner Ehlen (Foto), zu Beginn des Projekts „Verbund- Dorferneuerung“ als zuständiger Landwirtschaftsminister eng mit dem Projekt im Landkreis verbunden, zeigte sich wieder einmal begeistert über die großen Erfolge aus dieser Aktion. „Man kann sich heute kaum noch vorstellen, wie es früher einmal hier aussah“, so Ehlen. Farven ohne „Spielund Wasserpark“ oder Malstedt ohne seine „Alte Schmiede“. „Aber Lütje Burfeindt hat mich damals ganz schön unter Druck gesetzt“, musste er schmunzelnd zugeben.

„Eisbrecher“ Lütje Burfeindt

Der ehemalige Anderlinger Ortsbürgermeister war ein Mann, der „ganz schön nerven konnte“, so Ehlen schmunzelnd. Aber er sei auch der „Eisbrecher“ bei dieser ganzen Geschichte gewesen. „Ohne sein ständiges „Geprökel“ und „Genöhle“ wäre es wohl bei so manchem „frommen“ Wunsch im Bereich der Neugestaltungen geblieben“, ist sich der ehemalige Landwirtschaftsminister sicher.
„Er war eindeutig der Wegbereiter und dafür gebührt ihm unser Dank und Anerkennung“, so Ehlen. Er zeigte sich begeistert über das, was die „Verbund-Dorferneuerung“ nicht nur im Außen, also an den neugestalteten Plätzen und Straßen bewirkt hat. Insbesondere berühre ihn, wie sehr durch diese großen Projekte auch die Dorfgemeinschaften zusammen gewachsen seien. Eine Meinung, die Reinhard Aufdemkamp durchweg teilte. Der Selsinger Gemeindebürgermeister erinnerte sich nur zu gut an die Anfänge 2006. „Wir wussten zwar, es ist Bedarf, wir haben beraten, besichtigt, geplant und beantragt – aber irgendwie tat sich selbst nach zwei Jahren nichts“, so seine Erinnerung. So mancher hätte sich aus den Arbeitskreisen zurückgezogen, weil irgendwo die Sinnhaftigkeit dieser ganzen Aktionen nicht sichtbar gewesen sei. „Aber nach einem Wechsel im zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung in Verden wurden die ersten Projekte plötzlich umgesetzt und gefördert, was immer im gesetzlichen Rahmen möglich war“, so AufdemKamp. Ob Skaterbahn in Selsingen oder das Lager in Sandbostel, welches von einem quasi brachliegenden Industriegebiet zu einer Gedenkstätte umgestaltet wurde.
„Es wurden endlich die Dinge, die aus den Arbeitskreisen und Planungsbüros heraus erdacht und geplant wurden, umgesetzt. Und das bürgerschaftliche Engagement in den Mitgliedsgemeinen hat hier definitiv gewonnen. Die Projekte werden gelebt und entwickeln sich weiter“, freute sich Aufdenkamp. „Das ist etwas, worauf wir alle sehr stolz sein können“, lautet sein Fazit. Insgesamt wurden rund 140 Projekte öffentlich/ privater Art in der „Verbund- Dorferneuerung“ umgesetzt. Mit rund fünf Millionen Euro Fördermitteln wurde ein Gesamtinvestition in die Dorferneuerungen von rund 15 Millionen Euro getätigt. Wovon gut zwei Drittel von den beteiligten Gemeinden aufgebracht werden mussten. „Weitere finanzielle Zuwendungen wird es in Zukunft erst einmal nicht mehr geben“, gemahnte Siegfried Dierken, Dezernent im zuständigen Amt für Landesentwicklung in Verden.
Aber für die Gemeinschaft auf den Dörfern wurde viel erreicht in den vergangenen Jahren und die Entwicklung hier sei mit Sicherheit noch lange nicht zu Ende“. Zum Abschluss des offiziellen Teils hatte Andreas Ackermann von der zuständigen Planungsgruppe noch eine kleine Überraschung für die Anderlinger Ortsbürgermeisterin Irene Barth. Er überreichte ihr zu Erinnerung an die Verdienste von Amtsvorgänger Lütje Burfeindt eine Linde. „Ich bin sicher, ihr werdet einen würdigen Platz dafür finden“, so Ackermann. Der Abend schloss mit einem gemütlichen Beisammensein und einer sehenswerten Dia-Show, die noch einmal die wichtigsten und spannendsten Augenblicke von elf Jahren „Verbund-Dorferneuerung“ in Erinnerung rief.


Gemeinsam erfolgreich in der Dorferneuerung: Das war für die Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden ein Grund zum Feiern.
(Foto: Behrens)

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