Hans-Heinrich Ehlen

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Bremervörder Zeitung vom 27.08.2016

Durchwachsenes Resultat für Grundmann

CDU nominiert Kandidaten im Wahlkreis Stade I/Rotenburg II – 80,8 Prozent für einzigen Bewerber

BREMERVÖRDE. Mit 79 Ja-Stimmen bei insgesamt 99 gültigen Stimmen – und damit knapp 80,8 Prozent – ist Oliver Grundmann am Donnerstagabend im Bremervörder „Hotel Daub“ erneut zum Direktkandidaten im Wahlkreis Stade I/Rotenburg II gewählt worden. Grundmann sprach in einer ersten Reaktion von einem „ehrlichen Ergebnis“. Er wisse, sagte er mit Blick auf das durchwachsene Resultat, dass er ein „kantiger Typ“ sei.
Im Gegensatz zur ersten Kandidatur, als er sich gegen Dr. Marco Mohrmann recht knapp durchsetze, hatte Grundmann diesmal keinen Gegenkandidaten. Trotzdem gab es doch 20 CDU-Mitglieder, die gegen die Wahl Grundmanns zum Direktkandidaten stimmten. Der 45-Jährige freute sich dennoch, dankte seiner Ehefrau Anja (Foto) und seiner Familie für die Unterstützung und sagte in Richtung derjenigen, die nicht mit Ja gestimmt hatten: „Ich hoffe, dass ich durch meine Arbeit noch mehr von Ihnen für mich überzeugen kann.“
Die beiden CDU-Kreisvorsitzenden Kai Seefried (Stade) und Hans-Heinrich Ehlen (Rotenburg), der auch die Versammlung leitete, hatten zuvor für die Wahl Grundmanns geworben. Seefried hatte dabei vor allem die Aufstufung der A 20 (Küstenautobahn) in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes als Erfolg der CDU im Elbe- Weser-Dreieck und ihres Vorsitzenden Enak Ferlemann bezeichnet. Die Entscheidung habe gezeigt, wie wichtig eine starke Interessenvertretung der Region in Berlin sei. Die Arbeit für seinen Wahlkreis stehe im Mittelpunkt seiner Politik, sagte Grundmann in seiner Bewerbungsrede. Straßenbauvorhaben wie die A 20 würden für einen Schub in der Region sorgen.
Der Stader lobte dabei den Berliner Koalitionspartner: Mit der SPD hätten derartige Strukturmaßnahmen durchgesetzt werden können, mit den Grünen dagegen vermutlich nicht. Grundmann warf gleichzeitig einen Blick zurück auf „unruhige politische Zeiten“, nannte Beispiele wie den Brexit, Ukraine-Krieg, die Euro-Krise und die Flüchtlingssituation. Positive Meldungen, wie die annähernde Vollbeschäftigung in Deutschland, gerieten dabei ins Hintertreffen.
In der Reihe der Herausforderungen, vor denen Deutschland in den nächsten Jahren stehe, bilde die Integration der Flüchtlinge einen Schwerpunkt. „Sie wird ein Marathonlauf“, sagte Grundmann, um deutlich zu fordern: Wer keine Asylberechtigung habe, müsse das Land wieder verlassen. Viele Bundesländer verweigerten sich jedoch einer konsequenten Ausweisung, auch und gerade Niedersachsen. Auf diese Weise werde das ehrenamtliche Engagement vieler freiwilliger Flüchtlingshelfer ausgenutzt, kritisierte der Bundestagsabgeordnete. Ebenso sei es notwendig, Soldaten sowie Hilfs- und Rettungskräften den Rücken zu stärken.
Grundmann räumte ein, dass seine Anfangszeit als Bundestagsmitglied nicht einfach gewesen sei: „Ich musste mir den Kosmos Berlin erst einmal erschließen“. Doch es sei ihm gelungen, sein Netzwerk tagtäglich zu vergrößern und dabei wichtige Kontakte zu knüpfen. „Nur wer nah dran ist“, so Grundmann, könne in Berlin auch etwas erreichen.
Vermutlich im September nächsten Jahres wird der Bundestag neu gewählt. Auf welche Mitbewerber Oliver Grundmann im Wahlkreis 30 trifft, steht zurzeit noch nicht fest. Bei der Wahl im September 2013 hatte der CDUPolitiker deutlich mit 47,6 Prozent der Erststimmen gewonnen, an Zweitstimmen erreichte seine Partei 44,7 Prozent. (bz/rkl)

„Vorfahrt für Investitionen“

  • Nach einem Vierteljahrhundert Politikbusiness in Berlin ist Steffen Kampeter (CDU) vor zwei Monaten als Hauptgeschäftsführer zu den Deutschen Arbeitgeberverbänden (BDA) gewechselt.
  • Vor den etwa 100 Parteimitgliedern stellte Kampeter die Wirtschaft und den Wirtschaftsstandort Deutschland in den Fokus seiner Rede. „Es geht uns derzeit sehr gut, obwohl wir zur Jahrtausendwende noch der kranke Mann in Europa waren“, sagte er mit Blick auf die niedrige Arbeitslosenzahl und die Situation der Unternehmen.
  • Neben der Integration der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive durch Sprach- und Kulturförderung setzte sich Kampeter für die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta ein, für schnellere Datenverbindungen und „Vorfahrt für mehr Investitionen“.
  • Kampeter verabschiedete sich mit einer Anekdote über seinen ehemaligen Bundestagskollegen. Grundmann habe als Bundestagsneuling sofort ein „schönes Büro“ mit Blick auf den Reichstag bekommen. Er könne nur vermuten, wie der Stader dazu gekommen sei: „Vielleicht hat er Enak Ferlemann unter den Tisch getrunken.“

 

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