Hans-Heinrich Ehlen

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Bremervörder Zeitung vom 30.09.2015

Etappenziel „vordringlicher Bedarf“

A 20-Befürworter informieren über Planungsstand – Landesbehörde: Bremervörder Abschnitt frühestens 2025 befahrbar

VON CORVIN BORGARDT

ISELERSHEIM. Kommt sie oder kommt sie nicht? Für die Befürworter der Küstenautobahn ist der Bau der A 20 keine Frage des „Ob“, sondern ausschließlich des „Wann“. Dies wurde am Montagabend während einer Veranstaltung des Fördervereins Pro A 20 in Iselersheim erneut deutlich. Deutlich wurde aber auch, dass noch viel Wasser die Oste herunterfließen wird, bis die ersten Autos den Fluss auf der A 20 überqueren. Nach Einschätzung von Projektplanerin Maren Quast wird dies frühestens in zehn Jahren der Fall sein.

„Es geht nicht mehr um ein ,Ja‘oder ,Nein‘, sondern darum, wann die A 20 gebaut wird“, sagte Astrid Vockert. Die CDU-Landtagsabgeordnete, die auch Vorstandsmitglied im Förderverein Pro A 20 ist, konnte rund 30 Besucher zu einem Infoabend im Rahmen der Veranstaltungsreihe „10 x 11,3 km“ in den Räumen des Iselersheimer Bauunternehmens Kurt Buck begrüßen. Mit der Veranstaltungsreihe „10 x 11,3 km“ wollen die Befürworter der Küstenautobahn entlang der geplanten A 20-Trasse über den aktuellen Planungsstand und die weiteren Schritte zur Realisierung der Autobahn informieren.
Dazu hatten die Autobahnbefürworter mit Maren Quast eine profunde Kennerin der Materie eingeladen. Die Leiterin des Fachbereiches Planung im Geschäftsbereich Stade der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erläuterte den aktuellen Planungsstand in Sachen Küstenautobahn – vor allem mit Blick auf den 12,4 Kilometer langen „Bauabschnitt 6“ zwischen Glinde und Elm, der als erster Abschnitt gebaut werden soll.
Das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt wurde im September 2012 eingeleitet. Vermutlich im Frühsommer nächsten Jahres, so Maren Quast, finde die so genannte Erörterung statt, in der die Landesbehörde Stellung zu den Einwendungen gegen die Autobahn nimmt. Weitere zwei bis drei Jahre später sei mit dem Planfeststellungsbeschluss zu rechnen. Gegen das dann vorliegende Baurecht sei mit Klagen zu rechnen – zumal es sich um den ersten Bauabschnitt des A 20 auf niedersächsischem Gebiet handele. „Vor Gericht gehen ein bis zwei Jahre schnell ins Land“, warnte Quast vor zu großer Hoffnung n auf einen schnellen Baubeginn der A 20. Aufgrund der verschiedenen Untergründe sei mit einer Bauzeit von sechs Jahren zu rechnen. „Es wird also noch einige Zeit dauern, bis man die Straße befahren kann“, sagte Maren Quast.
Der nächste wichtige Schritt zur Realisierung der Küstenautobahn sei nun die Aufnahme der A 20 in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans. Ende dieses, Anfang nächsten Jahres wird der Bundesverkehrswegeplan für die nächsten 15 Jahre fortgeschrieben. Dass es die A 20 in den „vordringlichen Bedarf“ schafft, steht für die Autobahn- Befürworter außer Frage. Aber auch Planerin Maren Quast ist fest davon überzeugt, dass dem Projekt im neuen Verkehrswegeplan höchste Priorität eingeräumt wird.
Bis die ersten Fahrzeuge auf dem 12,4 Kilometer langen Teilstück zwischen Glinde und Elm rollen, rechnet die Landesbehörde mit mindestens zehn Jahren. „2025 ist das höchste der Gefühle, wenn nichts dazwischen kommt. Aber es kommt immer etwas dazwischen“, wagte Maren Quast einen Blick in die Zukunft. Wann die komplette Küstenautobahn befahrbar sei, könne noch niemand sagen. Allein für den Bau des Elbtunnels zwischen Drochtersen und Glückstadt müsse man beispielsweise mit mindestens sieben Jahren Bauzeit rechnen.
Einer in jüngster Vergangenheit geäußerten Hoffnung, die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele 2024 werde den Autobahnbau beschleunigen, erteilte Maren Quast eine klare Absage: „Rechtzeitig für Olympia kommt die A 20 nicht.“
www.strassenbau.niedersachsen.de


Maren Quast, Leiterin des Fachbereiches Planung im Geschäftsbereich Stade der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, erläuterte den aktuellen Planungsstand in Sachen Küstenautobahn.
(Fotos: C. Borgardt)


Hoffen auf die A 20: Diedrich Buck (von links), Wilfried Allers und Astrid Vockert (beide Förderverein Pro A 20), Autobahn-Planerin Maren Quast, Christian Buck und der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Heinrich Ehlen.

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