Hans-Heinrich Ehlen

Mitglied des Niedersächsischen Landtags

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Kolumne in der Bremervörder Zeitung vom 07.02.2015

Bauer – Landwirt – Unternehmer

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, so zu leben und zu wirtschaften, dass auch kommende Generationen die Möglichkeit haben, mit vorhandenen Ressourcen das Leben nach ihren Bedürfnissen zu gestalten. Die Landwirte in Niedersachsen – dem Agrarland Nummer eins –  stellen sich tagtäglich den hohen Ansprüchen, den die Gesellschaft an ihre Arbeit hat. Dies betrifft die Qualität und Vielfalt der Produkte ebenso wie den Umgang mit den Tieren und der Umwelt.
Die Langzeitverantwortung wird auf den Höfen über Generationen hinweg ebenso weitergegeben wie das persönliche Engagement und die große Einsatzbereitschaft. Stark verändert haben sich jedoch in den vergangenen Jahrzehnten die Rahmenbedingungen und Herausforderungen. Noch in der Generation meiner Eltern bestand die Hauptaufgabe eines Bauern darin, Lebensmittel zu erzeugen, um die Menschen satt zu machen. Als ich den Hof meiner Eltern übernahm, musste ich mich als Landwirt bereits mit der Marktregulierung auseinandersetzen, und der Strukturwandel in der Landwirtschaft setzte sich fort. Heute meistert mein Sohn als Unternehmer die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft.

Die CDU-Landtagsfraktion hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Diskussion über eine nachhaltige, zukunftsfähige und erfolgreiche Agrarpolitik mitzugestalten. Zu dem Thema „Zukunft der Landwirtschaft: Verantwortung für die Schöpfung“ hat sie kürzlich ein 23-seitiges Positionspapier verabschiedet. Nachhaltigkeit als Leitfaden für die zukünftige Agrarpolitik in Niedersachsen – so lautet der Tenor. Es sind die Ergebnisse eines „Runden Tisches“, die eine hervorragende Diskussionsgrundlage bieten und die künftig die Agrarpolitik der CDU-Landtagsfraktion maßgeblich prägen wird. Neben den Landwirten muss sich auch die Politik den kritischen Fragen zur Zukunft der Landwirtschaft in Niedersachsen stellen.

Zu den in der Broschüre formulierten neun „Kernzielen“ zählen unter anderem die Verbesserung von Wasserschutz und Nährstoffmanagement, die verstärkte Förderung der agrar- und ernährungswissenschaftlichen Bildung sowie der  verbesserte Umgang mit der stetigen Konkurrenz unterschiedlicher Nutzungsformen der landwirtschaftlichen Flächen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema Tierschutz. So sollen Tierschutzstandards auf Basis des 2011 eingeführten Tierschutzplans fortlaufend überprüft und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig soll vor allem der Handel als Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Verbraucher verstärkt in die Verantwortung genommen werden – beispielsweise durch eine transparente und einheitliche Produktkennzeichnung. Landwirtschaftliche Familienbetriebe sollen gefördert und dörfliche Kulturen erhalten bleiben.

Neben dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe „Runder Tisch“, Dr. Hermann Kues, gehören dem von der CDU-Landtagsfraktion initiierten Runden Tisch insgesamt 17 Multiplikatoren aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen an – von der Landwirtschaft, über Wissenschaft und Politik bis hin zu Verbrauchern und Naturschützern. Sie alle haben nach durchaus kontrovers geführten Diskussionen schließlich konsensfähige Lösungsansätze gefunden. Uwe Baumert, Vorstandsmitglied des NABU Niedersachsen, engagiert sich in der Arbeitsgruppe ebenso wie Heinz Korte, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen Landesbauernverband, um zur zwei zu nennen.

Die Weiterentwicklung einer modernen Landwirtschaft im Einklang mit den Anforderungen durch Gesellschaft und Verbraucher, aber auch die Anerkennung der Bedürfnisse der Landwirte müssen das Ziel einer klugen zukunftsorientierten Agrarpolitik in Niedersachsen sein.

Ihr Heiner Ehlen

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